Waterwitch Babes presents: A Truthwitch Blog Tour

From my old blog/Von meinem alten Blog |  10/16/2015

Deutsche Version unterhalb

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Hello Everyone!

The Waterwitch Babes have busily been planning this blog tour over the past few weeks and finally I’m able to share my post today. I’m so happy to have something very special for you :-)!

I’ve emailed the German publisher Blanvalet, who are going to translate „Truthwitch“ into German, a while ago and asked them whether they would be willing to share their experience with you guys. When I got a positive answer I literally squeaked and I’m SO HAPPY to have the amazing editor Beatrice Lampe on my blog today! I think it’s really interesting to look behind the scenes and get to know how publishers decide which books they are going to release! Enjoy!

 

Hallo ihr Lieben!

Die Waterwitch Babes haben ganz heimlich während der letzten paar Wochen eine Blogtour geplant und endlich bin ich an der Reihe und darf meinen Beitrag mit euch teilen. Ich bin super glücklich, dass ich heute etwas ganz Besonderes für euch habe :-)!

Vor ein paar Wochen habe ich Blanvalet angeschrieben und gefragt, ob sie vielleicht Lust hätten, ihre Erfahrungen mit euch zu teilen. Als ich dann eine positive Antwort erhalten habe, bin ich quasi vor Freude durch die Wohnung gehüpft und ich freue mich sehr, heute die wunderbare Lektorin Beatrice Lampe auf meinem Blog begrüßen zu dürfen! Ich finde es super spannend beim Verlag hinter die Kulissen blicken zu dürfen und zu erfahren, wie sich Verlage eigentlich für neue Bücher entscheiden. Viel Spaß!

 

Beatrice Blanvalet

Beatrice Lampe, Editor (Blanvalet & Penhaglion)

As an editor I receive manuscripts from literary agents and foreign publishers every day, asking me to check if their projects would fit for a publication at our Blanvalet or Penhaligion imprint. I focus on the genre Fantasy, which I love reading since I was a teenager and which is my favorite genre even after studying literature and working as an literary editor for years now.

One year ago I received a fantasy project, which a literary agent sent me via mail and asked if I could read it. I did not yet know the author: Susan Dennard. I learned that she was quite a successful author in the US with another series – “Truthwitch” should be her international debut. I thought: Not bad so far. I opened the manuscript file, but was quite disappointed: Instead of a complete text I received only an excerpt and a file with a plot synopsis. Oh no! Those were bad circumstances, because I needed a complete manuscript to find out if the reading quality was high even beyond the first chapters. And if the plot was good, an editor of course wants to read through the complete manuscript right to the end.

The first chapter of „Truthwitch“ was more than convincing – but the synopsis seemed the single way to get an overview over the plot. Reading a Synopsis is more than often like visiting a construction site – it offers an idea what the final book might look like and it is only one or two pages long. But the synopsis that Susan Dennard created really thrilled me. More than 40 pages, full with detailed information about the unique magic system, the many characters and a plot with imaginative twists and turns, that felt like reading a thriller… The mere construction site of “Truthwitch” got me hooked.

I told my colleagues about the project – they were convinced at once, although we knew about the risk that we had no complete manuscript. But our job as editors often means risk: Will a book be as successful as we expected it to be? Will it become a bestseller? Or will it be an epic fail, although it does not deserve it? And there is another factor: Will another German publisher buy the rights before I can put my hands on it? This happens all the time with the real good manuscripts. But our advantage with “Truthwitch” was, that Blanvalet decided to make an offer for it, long before the project was finalized. And therefore we bought the German rights right away. Of course without knowing what the final manuscript would be like…

By now we know it – and love “Truthwitch” even more. During the last year many other foreign publishers bought the rights as well. When I met the UK editor in London in March, we were excited about sharing a huge project like this one and made plans how to work together. There is only one fact that made me sad: In the early manuscript stage Iseult had a more beautiful name for German tongues… 😉 At the moment the translator works at the German manuscript, after we discussed the translation of the magic terminology month ago. Especially working out German terms for the elements like Void and Aether was not easy… But it will take some time till “Truthwitch” is published in German. The Publication of books takes lots of time – we will probably have our edition on the German market in fall 2016. Till then I will follow the launch of the US edition and hope for a huge success for Susan Dennard with Safiya und Iseult.

 

Als Lektorin erhalte ich tagtäglich Manuskriptangebote von Literaturagenten und fremdsprachigen Verlagen, mit der Bitte um Prüfung, ob eines der Projekte für den Blanvalet und Penhaligon-Verlag zur Veröffentlichung infrage kommt. Ich konzentriere mich besonders auf das Genre Fantasy, das ich schon als Teenager abgöttisch liebte und das auch nach meinem Literaturstudium und der mehrjährigen Tätigkeit als Lektorin bis heute meine Lesevorliebe geblieben ist.

Vor etwa einem Jahr erhielt ich eines jener Projekte zugesandt, in denen eine Literaturagentur mich um die Prüfung eines Fantasyprojekts bat. Die Autorin kannte ich bis dahin nicht: Susan Dennard. Kurz anrecherchiert erfuhr ich, dass die Amerikanerin in ihrem Heimatland bereits eine erfolgreiche Saga veröffentlicht hatte – mit „Truthwitch“, so der Arbeitstitel der neuen Reihe, wollte sie nun international durchstarten. Klang vielversprechend. Ich öffnete die Datei, war aber erst mal enttäuscht: Statt eines kompletten Manuskripts enthielt die Email nur eine Leseprobe des ersten Kapitels und ein Exposé. Mist! Das ist für das Begutachten eines Projektes nämlich alles andere als ideal. Denn um die Qualität eines Manuskripts umfassend zu beurteilen, möchte man als Lektor weit mehr als nur das erste Kapitel lesen – und wenn der Stoff gut ist, dann am liebsten natürlich ganz bis zum Schluss!

Der Beginn von „Truthwitch“ war total überzeugend – doch um mir einen Überblick über das gesamte Projekt zu verschaffen, konnte mir nur das Exposé als Hilfe dienen. Leider sind Exposés nicht mehr als eine Krücke und meist vorläufig – eher eine Idee, wie ein Buch funktionieren könnte. Aber nicht muss. Und in der Regel sind Exposés nur ein, zwei Seiten lang und damit zu kurz. Doch das Exposé, das ich von Susan Dennard öffnete, haute mich um. Über 40 Seiten eng beschriebene Word-Seiten, vollgepackt mit der Typologie eines ausgefeilten Magiesystems, eines großen Figurenkatalogs und einem Plot mit durchdachten und überraschenden Twists und Turns, der sich ebenso spannend las wie ein Thriller. Allein das Gerüst von „Truthwitch“ haute mich um.

Ich stellte meinen Kollegen im Lektorat das Projekt vor und konnte sie ebenfalls begeistern – trotz des Risikofaktors, dass uns kein komplettes Manuskript vorlag! Doch der Job als Lektor ist oft mit Unsicherheit verknüpft: Wird sich ein Buch so verkaufen wie erwartet? Wird es vielleicht sogar ein Bestseller? Oder werden wir es unverdienter Weise total versenken? Außerdem kommt oft noch ein anderer Faktor hinzu: Wird mir ein anderer Verlag das Manuskript unter der Nase wegschnappen? Das passiert nämlich dauernd bei den richtig guten Projekten. Doch unser Vorteil war, dass wir uns bereits für „Truthwitch“ entschieden hatten, als es noch nicht vollendet war. Und deshalb kauften wir die deutschsprachigen Rechte in Windeseile, ohne zu wissen, wie sich das endgültige Manuskript lesen würde…

Mittlerweile wissen wir es – und lieben „Truthwitch“ noch mehr als am Anfang. Im letzten Jahr wurden die Rechte auch in weitere Märkte verkauft; als ich die englische Lektorin im März in London traf, haben wir uns gegenseitig zum Kauf des Projekts beglückwünscht und gemeinsam Pläne geschmiedet, wie wir zusammenarbeiten könnten. Einziger Wermutstropfen für mich persönlich: Iseult hatte auf Exposébasis einen für deutsche Zungen sehr viel schöneren Namen… 😉 Nun arbeitet die Übersetzerin an dem deutschen Manuskript – schon vor Monaten haben sie und ich uns über das Magiesystem gebeugt und deutsche Entsprechungen für die verschiedenen Elemente gesucht. Bei Void und Aether gar nicht so einfach… Es wird allerdings noch ein bisschen dauern, bis „Truthwitch“ auf Deutsch erscheint: Die Verlage planen weit im Voraus – es wird voraussichtlich Herbst 2016 werden. Bis dahin fiebere ich dem Erscheinungstermin in den USA entgegen und werde ganz genau verfolgen, welchen Erfolg Susan Dennard mit Safiya und Iseult feiert. 
Thank you so much for this amazing post, Beatrice!!

You can find the homepage of Blanvalet here: http://www.randomhouse.de/blanvalet/

 

Vielen Dank nochmal für diesen großartigen Beitrag, Beatrice!!

Die Homepage von Blanvalet könnt ihr hier finden:  http://www.randomhouse.de/blanvalet/

 

Q&A with Susan Dennard

You were a marine biologist before you became a full-time writer. If you hadn’t decided whether or not to follow your husband to Germany and thereby change your career, do you think you would have written/published a whole series at some point anyway?

Susan: I’m sure I would have published something eventually. I’ve always written as a hobby, so it was just a matter of when I took my writing to the next step. And who knows, I may move from writing onto something new! I feel like there are a thousand things out there I want to try and study and work with, and what’s life for if not experiencing everything? 😉

 

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